Diskussion – Heilpraktiker vs. Ärzte

zu konfrontativ


Die alte, nicht immer sachlich geführte Diskussion, flammt immer wieder auf. Die meisten Medienformate haben dabei einen nicht zu unterschätzenden Anteil. Das liegt an ihrer Funktion (uns auch) zu unterhalten.

Entspannt betrachtet, wird einem schnell klar, dass es wahrscheinlich unter den Ärzten genauso viele „schwarze Scharfe“ gibt, wie „Scharlatane“ unter den Heilpraktikern existieren. Fehler unter Mediziner kommen immer wieder vor, doch kaum einer kommt auf die Idee, gleich die gesamte Branche in Misskredit zu bringen. Das sollte im Grunde auch für die Zunft der Heilpraktik gelten oder nicht?


Die Alternative


Ich sehe den Stand des Heilpraktikers als Alternative und Ergänzung zu den Ärzten an. Auch unter Medizinern werden alternative Behandlungen immer attraktiver. Denn mit den Standartmethoden kann man eben nur das statistische Mittel behandeln und nicht alle. Wer schlechte Erfahrungen mit Medizinern gemacht hat oder nach Ergänzungen sucht, sollte bei der Wahl seines Heilpraktikers genauso sorgsam vorgehen, wie bei der Suche nach einem geeignetem Arzt. Auch hier lohnt es sich eine Zweit- und Drittmeinung einzuholen.

Weitere Meinungen einholen!

Am falschen Ende gespart


Man hört es immer wieder – Menschen müssen Wochen oder sogar Monate auf einen Therapieplatz warten. Das kann auch im Bereich der Psychotherapie im wahrsten Sinne des Wortes Lebensgefährlich werden. Nicht nur weil sich eine latente Suizidgefahr in konkrete Handlungen ändern können, sondern weil eine leichte Störung sich in der Zwischenzeit zu einer massiven Krankheit steigen könnte.

In der Politik wird dann über Kosten und Folgekosten diskutiert und dass man das in den Griff bekommen muss. Warum man es den Heilpraktikern nicht erleichtert die Kosten von den Krankenkassen übernehmen zu lassen, wird da schnell zur Farce. Die vermeintlichen Mehrkosten würden am Ende teure Behandlungen ersparen. Ein Schelm wer „Böses“ dabei denkt.


Weiterdenken

Der Philosoph Richard David Precht hält freie Berufe, wie die der Heilpraktik und Coaches, in der Zukunft für immer wichtiger werden. Die Zunahme des s.g. Burnout Syndroms in unserer Bevölkerung spricht beispielsweise dafür. Wer Bauchschmerzen mit der all zu großen Behandlungsfreiheit der Heilpraktiker hat, könnte sich dafür einsetzen, die s.g. Richtlinienverfahren auch für Heilpraktik die über die Krankenkasse abrechnen möchten auszuweiten.


Mehr Sachlichkeit

Ich würde mir dabei eine sachlichere Diskussion in den Medien wünschen. Leider ist deren „Dramatik“ nicht dafür gedacht. Um mehr Spannung zu erzeugen, werden strickte Gegner des jeweils andern eingeladen und sollen nun das Thema ausdiskutieren. Beide Seiten zitieren dann gerne aus wirklich schlimmen Geschichten und erklären nun, dass alle in der Branche des jeweils anderen so wären. Das führt am Ende nicht gerade zu einer Versachlichung der Diskussion. Auf beiden Seiten arbeitet aber die Mehrheit seriös und nach den Regeln ihrer „Kunst“. Wenn es uns gelänge, die Ausnahmen nicht mehr zu verallgemeinern, sondern auf die große Mehrheit der Erfolgreichen zu schauen, würde das beiden Seiten helfen.

Kreativ Coach | Andreas Scholz

PS: Wer will, kann gerne via Kommentarfeld mitdiskutieren. Einfach etwas unten hineinschreiben und die eigene Meinung mitteilen!

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