„Sag mir, wo die Blumen sind“


Tanzmusiktheater – Rotkraut

Das Programm „Sag mir, wo die Blumen sind“ ist eine Reise durch die deutsche Musikgeschichte. Wir begeben uns auf eine multimediale Suche nach den schönsten Blumen im Garten der deutschsprachigen Musik.

Angefangen von der tiefen Romantik des 19. Jahrhunderts mit dem poetischen Kunstlied durch die finsteren Jahre mit Armut, Krieg und materiellen Entbehrungen, die in den Menschen aber immer eine große Sehnsucht nach Leichtigkeit und Amüsement nährten.

Es zeigt sich, dass auch die Unterwelt und die Kunst immer wieder untrennbare Allianzen eingehen. Sei es, weil Kriminalität und die in den Menschen angelegten niederen Triebe eine Inspirationsquelle für die Kunst sind oder gar als Mittel der Verarbeitung und dem Heraufbeschwören einer heileren Welt.

Auch Soldaten haben ein Recht auf diese unbeschwerten Momente. Dafür gibt es in der deutschen Musikgeschichte zwischen den Kriegen und in der Nachkriegszeit genug Beispiele, die in dem 90-minütigen Musiktheaterprojekt besungen werden.

Die romantische Seele konnte sich in Deutschland immer wieder durchsetzen und war sicherlich oft eine Möglichkeit, sich aus den schwierigen sozialen Verhältnissen heraus zu träumen. Der Walzer steht dafür.

Aber das Lebensgefühl in den Wirtschaftswunderjahren soll an so einem Abend natürlich auch nicht fehlen. Aufbruch und ein erstarkendes Selbstbewusstsein der deutschen Frau, die sich nun traut , ihren Wünschen – und wenn es nur in Liedern ist – Ausdruck zu verleihen.

Der Schlager als tanzbare Unterhaltungsmusikform hatte zahlreiche Repräsentanten in den 60 und 70er-Jahren. Endlich war man die Wirrungen der Kriegsjahre losgeworden und feierte dies.

Auch die „Neue deutsche Welle“ in den 80er-Jahren setzte dieses Lebensgefühl fort und wagte sich, die Bravheit der Schlagerwelt zu überwinden und den Rahmen durch viele neue Ideen zu sprengen.

Trotzdem wurde auch die Politik immer wieder in den deutschsprachigen Songs thematisiert. Dazu inspirierte der Eiserne Vorhang, die Trennung von Ost und West auch innerhalb von Deutschland. Freche Texte oder gar die subtilen Botschaften des DDR-Rock finden ihren Platz bei unserem Spaziergang durch die Musikgeschichte Deutschlands.

In einer globalisierten Welt durchdringen sich Kunststile gegenseitig. So finden wir das Phänomen des deutschen Swing, der sich nie massenwirksam durchsetzen konnte, aber dennoch einige Anhänger in der deutschen Bevölkerung gefunden hat.

Erleben Sie die Vielfalt aus sehnsuchtsvoller Sentimentalität und Aufbruchstimmung geballt an einem Abend mit dem Musiktheater Rotkraut und seinen multikulturellen Darstellern !

Text: https://rotkraut.jimdo.com/

Sängerin und Moderatorin Corelia Morel
Schauspielerin und Musikerin Astrid Maria Held
Tänzerin und Regisseurin Katelijne Philips-Lebon
Tänzer und Choreograph Jean-Marc Lebon
Kamera und Schnitt: Andreas Scholz
Standbild: Peter Sebera (bvk)

Licht & Ton: Gemeinschaftshaus Gropiusstadt

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